Ein Autovermittler, der seinen Bestand aus dem Chat pflegt
Der Auftritt für einen persönlichen Fahrzeugvermittler in Prag: Bestand aus der Datenbank, zwei Sprachen für einen Markt — und ein Fahrzeug, das per Telegram-Link online geht.
- Webdesign
- UX-Design
- Frontend-Entwicklung
- SEO
- Performance
- Rolle
- Konzept, Design & Entwicklung: DeNitro
- Umfang
- 4 Bereiche, 2 Sprachen, Bestand aus der Datenbank
- Stack
- Next.js, TypeScript, Postgres (Neon), Drizzle
Cartur vermittelt Gebrauchtwagen zwischen Deutschland und Tschechien — Suche, Import, Verkauf, betrieben von einer Person in Prag. Der Bestand ist klein, wechselt aber ständig: Ein Fahrzeug ist ein paar Wochen im Angebot und dann weg.
Damit fällt die übliche Website-Antwort aus. Wer jedes Fahrzeug als gepflegte Unterseite anlegt, pflegt am Ende nichts — und ein Vermittler, der Autos besichtigt und überführt, sitzt nicht abends im Redaktionssystem.
Dazu kommt die Sprachlage des Marktes: Kunden sind tschechisch- und ukrainischsprachig, aber sie kaufen im selben Land, zum selben Preis, in Kč. Das ist kein klassisches Länder-Setup mit zwei Märkten, sondern ein Markt mit zwei Sprachen.
Der Bestand gehört in eine Datenbank, nicht in Seiten. Drei Tabellen: die Fahrzeuge mit den Zahlen, die Beschreibungen je Sprache, die Bildergalerie mit den Maßen, die das Bild-Handling zum Vorausreservieren des Platzes braucht. Der Kilometerstand steht bewusst nicht in der Übersetzungstabelle — die tschechische und die ukrainische Anzeige beschreiben dasselbe Auto und dürfen sich über seine Zahlen nicht widersprechen.
Eine einzige Bedingung entscheidet über Sichtbarkeit: das Feld „published“. Sie hält ein halb eingetragenes Fahrzeug gleichzeitig aus dem Raster, aus der Sitemap und aus den strukturierten Daten — statt drei Stellen, die man einzeln vergessen kann.
Tschechisch läuft ohne Präfix auf der Wurzel, Ukrainisch unter /uk mit dem Sprachcode uk-CZ statt bloß uk: Es ist ukrainisch für Tschechien, und die Preise bleiben in beiden Sprachen in Kč.
Für die Gestaltung gilt ein enger Regelsatz, der im Repository festgeschrieben ist: keine Kleinlabels über Überschriften — was wichtig genug ist, gehört in die Überschrift — und genau eine rote Aktion pro Ansicht. Zwei rote Knöpfe nebeneinander, und keiner liest sich mehr als der nächste Schritt.

Vier Bereiche: Startseite, Fahrzeugbestand mit Detailseite je Auto, ein Ratgeber mit drei Kapiteln (Import aus Deutschland, was er kostet, wie man einen Gebrauchten vor dem Kauf prüft) und Kontakt. Die Ratgeberkapitel liegen als typisierte Daten im Code, nicht als Fließtext — Überschriftenhierarchie, Ankerpunkte und die Artikel-Auszeichnung sind damit ableitbar, ohne den Text auszuführen.
Suchmaschinen-Anforderungen sind Teil der Architektur, nicht ein Durchgang danach: Canonicals, der hreflang-Verbund beider Sprachen, statisches Rendern und die Fahrzeug-Auszeichnung als Car- und Offer-Knoten. Liste und Detailseite lesen denselben Knoten — ein Fahrzeug kann im Raster keinen anderen Preis behaupten als auf seiner eigenen Seite.
Eingestellt wird über Telegram. Der Inhaber schickt den Link eines Marktplatz-Inserats in den Chat; das Fahrzeug landet mitsamt Daten und Fotos in der Datenbank und geht mit der Freigabe live — Raster, Detailseite, Sitemap und strukturierte Daten in einem Schritt. Das ist der Teil, der den Auftritt überhaupt pflegbar macht: Der einzige Arbeitsschritt für den Betreiber ist das Einfügen eines Links.
Layout ohne feste Inhaltsbreite: Jeder Abschnitt ist ein vom Bildschirmrand eingerücktes Feld, die Seite skaliert mit dem Viewport, statt zwischen Haltepunkten zu springen. Für die Überschriften steht eine schmale Condensed-Schrift, für den Fließtext eine ruhige Grotesk — beide mit kyrillischem Schnitt, was hier Bedingung und nicht Geschmack ist: Dieselben Komponenten setzen Tschechisch und Ukrainisch.

Der Bot, mit dem der Bestand gepflegt wird
Der Teil des Projekts, der keine Webseite hat: Der Bestand wird nicht in einem Backend gepflegt, sondern in einem Telegram-Chat. Drei Bildschirme aus dem laufenden Betrieb.
Was entstanden ist
Alles, was in Cartur steckt — konzipiert, gestaltet und gebaut von DeNitro.
- Vier Bereiche: Start, Fahrzeugbestand, Ratgeber, Kontakt
- Fahrzeugdatenbank mit getrennten Tabellen für Zahlen, Texte und Galerie
- Fahrzeug-Detailseiten, aus der Datenbank vorgerendert
- Zweisprachigkeit CS/UK für einen Markt inkl. hreflang-Verbund
- Telegram-Anbindung zum Einstellen eines Fahrzeugs per Link
- Freigabe-Logik: eine Bedingung für Raster, Sitemap und Markup
- Ratgeber mit drei Kapiteln als typisiertes Inhaltsmodell
- Car- und Offer-Auszeichnung inkl. Breadcrumb-Pfad
- Bildpipeline mit Maßen und Blur-Platzhaltern
Was das ausmacht
Vier Punkte, an denen sich die Arbeit im Interface ablesen lässt. Zahlen zu Anfragen, Umsatz oder Rankings stehen hier bewusst nicht — Geschäftszahlen unserer Kunden veröffentlichen wir nicht.
Pflege ohne Redaktionssystem
Ein Fahrzeug geht über einen Link im Chat online. Der Betreiber öffnet dafür kein Backend.
Eine Bedingung, drei Wirkungen
„published“ hält ein unfertiges Auto gleichzeitig aus dem Raster, der Sitemap und den strukturierten Daten.
Zwei Sprachen, ein Bestand
Zahlen liegen einmal, Beschreibungen je Sprache — beide Anzeigen können sich über Kilometerstand oder Preis nicht widersprechen.
Statisch trotz wechselndem Bestand
Seiten werden aus der Datenbank vorgerendert und alle fünf Minuten aufgefrischt, statt bei jedem Aufruf zu rechnen.
Der Stack hinter Cartur — und die Entscheidungen, die uns wichtig genug waren, sie festzuhalten.
- Next.js App Router mit TypeScript; Bestandsseiten werden aus der Datenbank vorgerendert und alle 300 Sekunden neu validiert.
- Postgres bei Neon, angebunden über den Vercel Marketplace; Schema und Migrationen über Drizzle.
- Drei Tabellen: Fahrzeugdaten, Übersetzungen je Sprache, geordnete Bildergalerie mit Breite, Höhe und Blur-Platzhalter.
- Ein einziges Datenmodul kennt Tabellenform und UI-Form; jeder Lesezugriff filtert auf das Feld „published“.
- Zweisprachigkeit über Routing ohne Präfix für Tschechisch, /uk für Ukrainisch mit hreflang uk-CZ und einer dauerhaften Weiterleitung vom überflüssigen /cs.
- Strukturierte Daten als Car- und Offer-Knoten, von Liste und Detailseite geteilt.
“Mit den Jungs zu arbeiten war unkompliziert: schnell gemacht, sauber umgesetzt, und rausgekommen ist ein richtig gutes Produkt. Meinen Bestand pflege ich heute aus dem Chat — Foto rein, und das Auto ist online.”Wo verliert dein digitales Wachstum gerade Potenzial?
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